Beratungsvertrag (Unternehmensberatung): Vorlage

Ein Berater berät einen Auftraggeber zu seinem Unternehmen: Leistungen, Zeitplan, Vergütung, Ergebnisse, Haftung. Ein Mustervertrag, den Sie vollständig lesen, in QuoteBill anpassen und über einen sicheren Link online unterschreiben lassen können.

Muster – anwaltlich prüfen lassen · Einfache elektronische Signatur mit Ereignisprotokoll

Erste Seite des Musters „Beratungsvertrag (Unternehmensberatung)“ mit markierten Lücken zum Ausfüllen

Für wen sie gedacht ist

Für selbstständige Berater oder Beratungsunternehmen und Unternehmen, die sie für Analyse, Beratung oder Workshops beauftragen und Umfang, Vergütung und die Grenzen der Beratung festhalten wollen.

Was sie regelt

14 Paragrafen in dieser Reihenfolge. Jeder steht im Mustertext weiter unten, und Sie können Paragrafen vor dem Senden ändern, streichen oder ergänzen.

  • § 1 Gegenstand

    Wofür der Vertrag da ist: die Unternehmensberatung des Beraters für den Auftraggeber, was jede Seite tun muss und wie die Vergütung gezahlt wird.

  • § 2 Beratungsleistungen

    Ein Feld, um Themen und Ergebnisse zu beschreiben, etwa Analyse, Empfehlungen, Workshop oder Bericht. Nicht Beschriebenes wird als Änderung des Umfangs behandelt.

  • § 3 Vorgehen und Zeitplan

    Felder für Beginn, Arbeit aus der Ferne oder vor Ort, Vorgehen, Besprechungen und Meilensteine sowie eine Zeitschätzung, wenn kein Festpreis gilt.

  • § 4 Mitwirkung des Auftraggebers

    Der Auftraggeber benennt einen Ansprechpartner, liefert Informationen, Zugänge und Entscheidungen rechtzeitig und haftet für die Richtigkeit seiner Angaben. Verzögerung verschiebt die Termine des Beraters.

  • § 5 Art der Beratung

    Beratung mit verkehrsüblicher Sorgfalt, aber der Auftraggeber entscheidet und setzt um; kein Ergebnis wird versprochen. Rechtliche, steuerliche, Anlage- oder medizinische Beratung nur, wenn zugelassen und im Feld aufgeführt.

  • § 6 Vergütung und Abrechnung

    Die Vergütung stammt aus der Preisaufstellung, wahlweise als Festpreis, nach Stunden oder Tagen, mit Wahl des Rechnungszeitpunkts. Soweit vorgeschrieben, kommt Umsatzsteuer hinzu.

  • § 7 Auslagen und Änderungen des Umfangs

    Reise-, Material- und Drittkosten zum Selbstkostenpreis mit vorheriger Zustimmung. Zusatzarbeiten werden zuerst nach Zeit und Preis angeboten, in Textform genehmigt und mit einem Satz im Feld abgerechnet.

  • § 8 Arbeitsergebnisse und Rechte

    Nach Zahlung darf der Auftraggeber die Berichte für sein Unternehmen nutzen. Der Berater behält Methoden, Vorlagen und Know-how und räumt ein Nutzungsrecht innerhalb der Arbeitsergebnisse ein.

  • § 9 Vertraulichkeit

    Nicht öffentliche Geschäftsinformationen bleiben auch nach Vertragsende für die im Feld genannten Jahre vertraulich, mit den üblichen Ausnahmen.

  • § 10 Interessenkonflikte und Referenzen

    Der Berater meldet kollidierende Interessen sofort und nennt den Auftraggeber nur mit Zustimmung als Referenz. Beide dürfen weiter mit anderen zusammenarbeiten.

  • § 11 Laufzeit und Kündigung

    Endet mit Abschluss der Leistungen oder an einem Datum im Feld. Kündigung mit Frist oder bei schwerer Pflichtverletzung; der Auftraggeber zahlt Erbrachtes und genehmigte Auslagen, Unterlagen gehen zurück.

  • § 12 Haftung

    Ein Feld nennt die Haftungsgrenze jeder Seite, mit den üblichen Ausnahmen, wo das Recht keine Grenze zulässt. Entgangener Gewinn und mittelbare Schäden sind ausgeschlossen, soweit zulässig; Entscheidungen verantwortet der Auftraggeber.

  • § 13 Selbstständigkeit und Änderungen

    Der Berater ist selbstständig, kein Arbeitnehmer, Gesellschafter oder Vertreter, und haftet für sein Personal und seine Unterauftragnehmer. Dieser Vertrag ist die gesamte Vereinbarung; Änderungen brauchen Textform.

  • § 14 Anwendbares Recht und Streitigkeiten

    Es gilt das genannte Recht. Die Parteien versuchen zunächst, Streitigkeiten einvernehmlich beizulegen; im Übrigen gilt der genannte Gerichtsstand.

Eine Preisaufstellung (Positionen, Mengen und Preise) gehört zu diesem Vertrag. Sie beginnt leer, in Ihrer Währung, und die Klauseln zu Vergütung und Zahlung verweisen auf sie.

Der Mustertext

Das ganze Muster, so wie QuoteBill es anlegt. Text in doppelten eckigen Klammern, etwa [[10]], ist eine Lücke zum Ausfüllen oder Prüfen. Eine Zahl oder Uhrzeit, die Sie stehen lassen, wird beim Senden so verwendet; eine Lücke, die Ihre eigenen Worte braucht, muss zuvor ausgefüllt werden. Der Klauseltext liegt auf Englisch, Koreanisch, Japanisch und Deutsch vor; in anderen Sprachen beginnt ein Vertrag auf Englisch, damit Sie ihn übersetzen können.

Mustertext lesen

Beratungsvertrag (Unternehmensberatung)

Vertragsparteien: Berater · Auftraggeber

§ 1 Gegenstand

Dieser Vertrag regelt die Unternehmensberatung, die der Berater für den Auftraggeber erbringt, was jede Seite zu tun hat und wie die Vergütung gezahlt wird.

§ 2 Beratungsleistungen

(1) Der Berater erbringt für den Auftraggeber folgende Beratungsleistungen:

[[Leistungen und Arbeitsergebnisse beschreiben]]

(2) Arbeiten, die hier nicht beschrieben sind, gehören nicht zu diesem Vertrag und werden nach „Auslagen und Änderungen des Umfangs“ behandelt.

§ 3 Vorgehen und Zeitplan

(1) Der Berater beginnt am [[Datum]] und arbeitet [[aus der Ferne / vor Ort beim Auftraggeber / beides]] wie folgt: [[Vorgehen, Besprechungen, Workshops und Meilensteine mit Terminen]]

(2) Der geschätzte Zeitbedarf beträgt [[Stunden oder Tage]]. Dies ist eine Schätzung, sofern die Preisaufstellung keinen Festpreis nennt.

§ 4 Mitwirkung des Auftraggebers

(1) Der Auftraggeber benennt einen Ansprechpartner ([[Name und Kontaktdaten]]) und stellt dem Berater die benötigten Informationen, Zugänge, Unterlagen und Entscheidungen rechtzeitig und in der gewünschten Form bereit.

(2) Der Auftraggeber ist für die Richtigkeit seiner Informationen verantwortlich. Verzögert er sich, verschieben sich die Termine des Beraters um die gleiche Zeit.

§ 5 Art der Beratung

(1) Der Berater berät und empfiehlt mit der verkehrsüblichen Sorgfalt. Ob und wie der Auftraggeber die Empfehlungen nutzt, entscheidet er selbst; er ist für seine Entscheidungen und deren Umsetzung verantwortlich. Der Berater verspricht keine bestimmten wirtschaftlichen Ergebnisse, Umsätze oder Einsparungen.

(2) Beratung in Bereichen, die das Gesetz zugelassenen Berufsträgern vorbehält, etwa rechtliche, steuerliche, Anlage- oder medizinische Beratung, gehört nur dazu, wenn der Berater die erforderliche Zulassung hat und die Leistung hier aufgeführt ist: [[keine / die enthaltenen zulassungspflichtigen Leistungen]]

§ 6 Vergütung und Abrechnung

Der Auftraggeber zahlt die Vergütung laut Preisaufstellung dieses Vertrags; sie wird [[als Festpreis / nach Stunden / nach Tagen]] berechnet. Der Berater rechnet [[monatlich im Nachhinein / nach Abschluss jedes Meilensteins]] ab, und der Auftraggeber zahlt nach den in diesem Vertrag genannten Zahlungsbedingungen. Soweit gesetzlich vorgeschrieben, kommt die Umsatzsteuer hinzu.

§ 7 Auslagen und Änderungen des Umfangs

(1) Reisekosten, Materialkosten und Kosten Dritter werden zum Selbstkostenpreis gegen Beleg und nur mit vorheriger Zustimmung des Auftraggebers berechnet.

(2) Verlangt der Auftraggeber Arbeiten außerhalb der beschriebenen Leistungen, nennt der Berater den zusätzlichen Zeit- und Preisbedarf und beginnt erst, nachdem der Auftraggeber in Textform zugestimmt hat. Zusatzarbeiten werden mit [[Stunden- oder Tagessatz]] abgerechnet.

§ 8 Arbeitsergebnisse und Rechte

(1) Der Berater liefert die unter „Beratungsleistungen“ aufgeführten Berichte und Unterlagen. Mit vollständiger Zahlung der zugehörigen Vergütung darf der Auftraggeber sie für sein Unternehmen nach Belieben nutzen.

(2) Methoden, Vorlagen, Werkzeuge und Know-how des Beraters, auch solche, die er vor diesem Vertrag oder unabhängig davon entwickelt hat, verbleiben bei ihm; er räumt dem Auftraggeber daran ein nicht ausschließliches Recht ein, sie als Teil der Arbeitsergebnisse zu nutzen. Materialien Dritter werden nach deren Bedingungen verwendet, über die der Berater den Auftraggeber informiert. Der Berater veröffentlicht oder verwertet Daten und Ergebnisse des Auftraggebers nicht anderweitig.

§ 9 Vertraulichkeit

Jede Partei hält die nicht öffentlichen geschäftlichen Informationen der anderen vertraulich, nutzt sie nur für diesen Vertrag und gibt sie nur an Personen weiter, die sie kennen müssen und zur Vertraulichkeit verpflichtet sind. Das gilt nicht für Informationen, die ohne Pflichtverletzung öffentlich werden, die der Empfänger bereits kannte oder die er aufgrund eines Gesetzes offenlegen muss. Die Pflicht besteht [[3]] Jahre über das Vertragsende hinaus fort.

§ 10 Interessenkonflikte und Referenzen

(1) Der Berater teilt dem Auftraggeber unverzüglich mit, wenn er bei dieser Arbeit Interessen oder andere Mandate hat, die mit den Interessen des Auftraggebers kollidieren könnten.

(2) Der Berater darf den Auftraggeber nur mit dessen Zustimmung in Textform als Referenz nennen oder die Arbeit in seinem Portfolio beschreiben.

(3) Dieser Vertrag hindert keine Partei, Geschäfte mit anderen zu machen.

§ 11 Laufzeit und Kündigung

(1) Dieser Vertrag beginnt mit dem Wirksamkeitsdatum und endet mit Abschluss der Leistungen oder am [[Enddatum]], je nachdem, was früher eintritt.

(2) Jede Partei kann den Vertrag mit einer Frist von [[14]] Tagen in Textform kündigen oder sofort, wenn die andere ihn schwer verletzt und die Verletzung nicht binnen [[7]] Tagen nach Aufforderung behebt.

(3) Der Auftraggeber zahlt die Vergütung für die bis zum Vertragsende erbrachte Arbeit und die genehmigten Auslagen, und jede Partei gibt die Unterlagen und Informationen der anderen zurück.

§ 12 Haftung

(1) Die Haftung jeder Partei gegenüber der anderen aus diesem Vertrag ist auf [[Betrag, oder die nach diesem Vertrag gezahlte oder geschuldete Vergütung]] begrenzt. Die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie in allen Fällen, in denen eine Beschränkung gesetzlich nicht zulässig ist, bleibt unberührt.

(2) Soweit das Gesetz es zulässt, haftet keine Partei für entgangenen Gewinn oder mittelbare Schäden.

(3) Die Verantwortung für Entscheidungen, die auf Grundlage der Beratung getroffen werden, bleibt wie unter „Art der Beratung“ beim Auftraggeber.

§ 13 Selbstständigkeit und Änderungen

Der Berater ist ein selbstständiges Unternehmen, nicht Arbeitnehmer, Gesellschafter oder Vertreter des Auftraggebers, und bestimmt selbst, wie er die Leistungen erbringt. Er darf Personal oder Unterauftragnehmer einsetzen, die denselben Pflichten unterliegen, und bleibt für sie verantwortlich. Dieser Vertrag ist die gesamte Vereinbarung der Parteien über die Leistungen. Änderungen sind nur wirksam, wenn beide Parteien ihnen in Textform zustimmen.

§ 14 Anwendbares Recht und Streitigkeiten

Für diesen Vertrag gilt das unter „Anwendbares Recht“ genannte Recht. Die Parteien bemühen sich zunächst, Streitigkeiten einvernehmlich beizulegen. Gerichtsstand ist der unter „Gerichtsstand“ genannte Ort, soweit zwingendes Recht nichts anderes bestimmt.

Zahlungsbedingungen

Die Vergütung wird [[monatlich im Nachhinein / nach Abschluss jedes Meilensteins]] in Rechnung gestellt und ist innerhalb von [[14]] Tagen nach Zugang der Rechnung ohne Abzug auf das in der Rechnung genannte Konto zu zahlen.

Anwendbares Recht

[[Anwendbares Recht, z. B. Recht der Bundesrepublik Deutschland]]

Gerichtsstand

[[Gerichtsstand, z. B. Sitz des Auftragnehmers]]

So verwenden Sie die Vorlage

  1. Vorlage wählen

    Drücken Sie die Schaltfläche, um diese Vorlage zu verwenden. Sind Sie nicht angemeldet, melden Sie sich zuerst an oder registrieren sich kostenlos und kommen direkt zu dieser Vorlage zurück.

  2. Entwurf anlegen

    Die Seite für neue Verträge öffnet sich mit markierter Vorlage. Mit einem Klick auf die Karte legen Sie einen Entwurf an. Partei A wird mit Ihren Firmendaten gefüllt; Lücken, die andere Partei und, wo die Vorlage eine hat, die Preisaufstellung füllen Sie selbst aus.

  3. Zur Unterschrift senden

    Sie unterschreiben zuerst und senden dann jeder unterzeichnenden Person einen sicheren Link und auf einem anderen Weg einen Zugangscode. Unterzeichnende brauchen kein Konto.

Nächste Schritte

  • Ihre Gegenseite öffnet den Link auf jedem Gerät und braucht kein Konto. Wie das Unterschreiben aussieht, zeigt die Seite zu E-Verträgen; welche Art elektronischer Signatur für welches Dokument genügt, erklärt der Leitfaden.

  • Schon unterschrieben? Erstellen Sie die Rechnung direkt aus dem unterschriebenen Vertrag: Parteien und Preispositionen werden übernommen, für den vollen Betrag oder eine Anzahlung. Wo die Rechnung im Ablauf vom Angebot bis zur Quittung steht, zeigt der Leitfaden zu den Rechnungsarten.

Was es ist – und was nicht

QuoteBill erzeugt eine einfache elektronische Signatur mit Ereignisprotokoll. In der EU, im Vereinigten Königreich, in den USA und in Korea wird einer Signatur die Rechtswirkung nicht allein deshalb abgesprochen, weil sie elektronisch ist; in Japan brauchen die meisten Verträge gar keine besondere Form. Was eine einfache elektronische Signatur im Streitfall beweist, hängt von den Belegen ab, und manche Dokumente brauchen eine andere Form.

Es ist keine qualifizierte oder fortgeschrittene elektronische Signatur, und QuoteBill prüft die Identität der Unterzeichnenden nicht. Protokolliert wird die Nutzung des Links und des Zugangscodes, die Sie übermittelt haben – wer beides hat, kann unterschreiben. Das Signaturprotokoll nennt jeden ausgestellten Link und zu jeder Aktion des Absenders oder einer unterzeichnenden Person deren IP-Adresse und Browser, soweit sie ermittelt werden konnten.

Manche Dokumente brauchen eine andere Form. Testamente, viele Grundstücksgeschäfte, Bürgschaften und manche arbeitsrechtlichen Erklärungen verlangen je nach Land die eigenhändige Unterschrift, eine notarielle Beurkundung oder eine qualifizierte Signatur. Die Vorlagen sind Muster und keine Rechtsberatung: Lassen Sie sie anwaltlich prüfen.

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