Rechnung für UX/UI-Design

Rechnungsvorlage für UX/UI-Design: Nutzerinterviews, Screens für Desktop und Mobil und den klickbaren Prototyp getrennt abrechnen, Dateistand nennen.

Rechnung für UX/UI-Design (kostenlos): ausgefülltes Beispiel mit Positionen, Mengen, Preisen und Gesamtbetrag
Mit Beispielwerten dargestellt. Die Vorlage selbst ist leer.

Vorlagen nach Branche

  • Nutzerinterviews mit Auswertung, je Termin
  • UI-Gestaltung je Screen (Desktop und Mobil)
  • Prototyp zum Durchklicken und Übergabe an die Entwicklung

Leitfaden zur Erstellung

Beispielhafter Ablauf

  1. Umfang und Mengen klären

    Beispiel: Gleichen Sie Freigabe und Leistungsnachweis zu „Nutzerinterviews mit Auswertung, je Termin“ ab, um die Menge für diese Rechnung festzulegen.

  2. Lieferung und Abnahme dokumentieren

    Prüfen Sie für jede Position bis einschließlich „Prototyp zum Durchklicken und Übergabe an die Entwicklung“, ob sie abgeschlossen ist. Übergeben Sie die freigegebenen Fassungen und eine Dateiliste und bestätigen Sie Nutzungsumfang und abgeschlossene Korrekturen.

  3. Abrechnung übermitteln

    Übermitteln Sie dem Kunden die endgültigen Beträge, den Lieferbezug und das Fälligkeitsdatum und ordnen Sie den Zahlungseingang der Rechnungsnummer zu.

Designarbeit für digitale Produkte erreicht den Kunden meist in drei Formen: Erkenntnisse aus Nutzerinterviews, fertig gestaltete Screens und ein Prototyp, den die Entwicklung durchklicken kann. Diese Vorlage trennt die drei. Interviews werden je Termin abgerechnet, die Gestaltung je Screen mit Angabe der Gerätegrößen, Prototyp und Übergabe als ein Ergebnis. Fragt der Kunde später, warum mehr Screens berechnet wurden, zeigt die Position, welche Layouts hinzukamen.

Anzugebende Angaben

Leistungen und Positionen
Nutzerinterviews mit Auswertung, je Termin, UI-Gestaltung je Screen (Desktop und Mobil), Prototyp zum Durchklicken und Übergabe an die Entwicklung: Halten Sie die tatsächlich erbrachten Mengen und den Leistungszeitraum fest.
Nutzerinterviews mit Auswertung, je Termin
Zählen Sie nur stattgefundene Interviews und legen Sie die Auswertung bei; ein vom Kunden verursachter Ausfall wird nur berechnet, wenn das Angebot es vorsah.
UI-Gestaltung je Screen (Desktop und Mobil)
Zählen Sie jeden Screen einmal je eigenständigem Layout; Fehler-, Leer- und Hover-Zustände gehören zum selben Screen.
Prototyp zum Durchklicken und Übergabe an die Entwicklung
Nennen Sie bei der Übergabe Designdatei und Version, damit spätere Änderungswünsche am gelieferten Stand gemessen werden.
Menge und Ausgabeformat
Halten Sie Seiten, Motive, Wortzahl oder Laufzeit fest sowie die Endformate und ob offene Quelldateien enthalten sind.
Abstimmung und Nutzungsumfang
Legen Sie fest, wer den Entwurf freigibt, wie viele Korrekturschleifen vorgesehen sind, für welche Medien und wie lange genutzt wird und wer Fremdmaterial beschafft.
Konkret abzustimmender Umfang
Führen Sie Recherche, Screens und Prototyp in eigenen Zeilen, zählen Sie Screens nach eigenständigen Layouts statt nach Zuständen und nennen Sie die übergebene Dateiversion.

Vor dem Versand prüfen

  • Steht bei „Nutzerinterviews mit Auswertung, je Termin“ die tatsächlich gelieferte Menge, nicht die zuerst angebotene?
  • Ist „UI-Gestaltung je Screen (Desktop und Mobil)“ zum vereinbarten Preis berechnet, und sind Änderungen freigegeben?
  • Ist „Prototyp zum Durchklicken und Übergabe an die Entwicklung“ fertig und abgenommen, oder gehört es auf eine spätere Rechnung?
3 weitere anzeigen
  • Vereinbaren Sie, ab wann ein Richtungswechsel nach der Entwurfsfreigabe als Zusatzarbeit gilt.
  • Prüfen Sie getrennt, ob offene Quelldateien und finale Lieferdateien enthalten sind.
  • Gleichen Sie die erbrachten Leistungen mit Auftrag oder Freigabe ab und prüfen Sie Fälligkeitsdatum und bereits erhaltene Zahlungen.

Rechenbeispiel: Neugestaltung einer Buchungs-App

Die Zahlen sind ein Beispiel mit einem Steuersatz von 19 %. Eine Designerin führte sechs Nutzerinterviews, gestaltete vierzehn Screens für Desktop und Mobil und lieferte einen klickbaren Prototyp mit Übergabedatei.

Rechenbeispiel: Neugestaltung einer Buchungs-App
PositionMenge × EinzelpreisBetrag
Nutzerinterviews mit Auswertung, je Termin6 × 180,00 €1.080,00 €
UI-Gestaltung je Screen (Desktop und Mobil)14 × 120,00 €1.680,00 €
Prototyp zum Durchklicken und Übergabe an die Entwicklung1 × 900,00 €900,00 €
Zwischensumme3.660,00 €
Umsatzsteuer (19 %)695,40 €
Gesamt4.355,40 €

Die Positionen ergeben 3.660,00 €, die Umsatzsteuer zu 19 % beträgt 695,40 €, der Rechnungsbetrag 4.355,40 €. Fehler- und Leerzustände stecken in den vierzehn Screens und wurden nicht doppelt berechnet.

Häufige Fehler bei Rechnungen für UX/UI-Design

  • Jeden Zustand eines Screens als neuen Screen zählen, was die Summe aufbläht und Streit auslöst.
  • Abgesagte Interviews berechnen, ohne auf die vereinbarte Regel zu verweisen.
  • Dateien ohne Versionsnummer übergeben, sodass spätere Änderungen nicht von Korrekturen zu trennen sind.
  • Recherche und Screens in einem Betrag zusammenfassen, den der Kunde nicht mit dem Angebot abgleichen kann.

Was auf dem Dokument stehen muss

Mit diesen Angaben lässt sich eine Rechnung leichter freigeben und ablegen.

  • Name, Anschrift und Steuernummer oder USt-IdNr. Ihres Unternehmens
  • Name und Anschrift des Kunden
  • Ausstellungsdatum und eine fortlaufende, einmalige Dokumentnummer
  • Jede Position mit Menge, Einzelpreis und Betrag
  • Steuer getrennt vom Nettobetrag ausgewiesen, dazu der Gesamtbetrag
  • Zahlungsbedingungen: Fälligkeit, Bankverbindung oder akzeptierte Zahlungsarten
  • § 14 UStG verlangt zusätzlich die Steuernummer oder USt-IdNr., eine fortlaufende Rechnungsnummer und den Zeitpunkt der Lieferung. Wer die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG anwendet, weist keine Umsatzsteuer aus und nimmt stattdessen einen entsprechenden Hinweis auf.

Der Umsatzsteuersatz beträgt hier 19 %, wird auf den Nettobetrag angewendet und als eigene Zeile ausgewiesen.

Offizielle Quelle zum Steuersatz: European Commission: VAT rates

Alle Pflichtangaben: Rechnung schreiben: Pflichtangaben nach § 14 UStG

Häufige Fragen

Wie rechne ich Screens ab, die der Kunde mittendrin ergänzt hat?

Nehmen Sie sie zum selben Preis je Screen auf und benennen Sie sie, oder verschieben Sie sie in eine spätere Rechnung, wenn das Angebot die Anzahl festgelegt hat. Ein Hinweis auf den Kundenwunsch verhindert, dass die höhere Summe wie ein Fehler wirkt.

Gehört das Abo des Designprogramms auf die Rechnung?

Nur wenn die Weitergabe vereinbart war, etwa bei einer Lizenz für das Team des Kunden. Eigene Werkzeuge sind in Ihren Preisen enthalten und bekommen keine Zeile.

Was gilt, wenn der Kunde neben den Exporten auch die Quelldateien möchte?

Schreiben Sie in die Übergabezeile, ob bearbeitbare Quelldateien enthalten sind. Sind sie ein Zusatz, berechnen Sie sie in einer eigenen Position, damit ihr Preis sichtbar ist.

Darf ich die Recherche abrechnen, bevor die Screens fertig sind?

Ja, wenn das Projekt in Phasen abgerechnet wird. Stellen Sie die Interviews mit der Auswertung in Rechnung und die Screens samt Prototyp in der nächsten Rechnung.

Wie wird die Steuer in dieser Vorlage berechnet?

Der Umsatzsteuersatz beträgt hier 19 %, wird auf den Nettobetrag angewendet und als eigene Zeile ausgewiesen. Der Editor hält Nettobetrag, Steuer und Gesamtbetrag getrennt und berechnet alle drei neu, sobald Sie Menge, Einzelpreis oder Land ändern.

Kann ich Layout und Farbe ändern?

Ja. Im Editor wählen Sie ein anderes Layout und eine Dokumentfarbe für die gedruckte Seite. An den Zahlen ändert das nichts: Positionen und Summen bleiben, und PDF, Word- und Excel-Datei folgen dem gewählten Layout.

Weiterlesen

Lesen Sie zu „Rechnung für UX/UI-Design“ auch: Rechnung schreiben: Pflichtangaben nach § 14 UStG und Rechnung schreiben: 10 Angaben, Rechenbeispiel, Checkliste. Für die Steuerzeile: MwSt.- und GST-Rechner.