Videoschnitt Vertrag Freelancer: Korrekturen und Rechte
Vertrag mit freien Videoeditoren: Schnittarbeiten, Korrekturrunden, Rechte an Videos und Projektdateien, KI-Werkzeuge, Kontozugang, Musik, Beispiel.
Auf einen Blick
Rechenbeispiel Zusätzliche Korrekturrunden: 2 × 25 = 50 Euro
Kurz gesagt: was vor dem ersten Schnitt feststehen sollte
Wer als Creator einen Videoeditor beauftragt oder als Editor einen Kanal übernimmt, sollte schriftlich festhalten: Format und Anzahl der Videos, was der Schnitt umfasst, Lieferzeiten, wie viele Korrekturrunden, Vergütung und Anzahlung, wem die fertigen Videos und die Projektdateien gehören, wie KI-Werkzeuge eingesetzt werden dürfen, wie der Editor ohne Passwort Zugang erhält, wer Musik und Stockmaterial lizenziert und was vertraulich bleibt.
Der meiste Streit entsteht an drei Stellen: Korrekturen ohne Ende, ungeklärte Rechte an Rohmaterial und Projektdateien und ein Kanalzugang über ein geteiltes Passwort.
Was der Schnitt umfasst
Listen Sie die Arbeit auf, statt nur „Schnitt“ zu schreiben. Der „Videoeditor-Vertrag (YouTube, TikTok, Kurzvideos)“ von QuoteBill hat für jeden Teil eine Zeile, enthalten oder nicht: Schnitt und Tempo, Untertitel mit ihren Sprachen, Thumbnails und wie viele je Video, Farbkorrektur sowie Tonbereinigung und Mischung. Dazu kommen Plattform und Kanal, das Format, etwa Langform-Videos oder vertikale Kurzvideos, die übliche Länge und die Anzahl der Videos pro Monat.
Lieferzeiten lassen sich am besten halten, wenn sie am Material hängen. Im Muster kommt der erste Schnitt innerhalb von 3 Werktagen nach Erhalt des vollständigen Materials und das fertige Video innerhalb von 2 Werktagen nach Freigabe oder letzter Rückmeldung; jeder Termin verschiebt sich um die Zeit, die der Creator für Material oder Rückmeldungen braucht.
Korrekturen, Dateien und Rechte
Klären Sie diese Punkte vor dem ersten Schnitt:
- Korrekturrunden je Video, im Muster 2, mit der Rückmeldung zu einer Runde gesammelt in einer Liste innerhalb von 5 Werktagen.
- Die Behebung eigener Fehler des Editors zählt nicht als Korrekturrunde.
- Weitere Runden und neue Schnitte für eine andere Plattform nach der Freigabe kosten einen vereinbarten Satz.
- Die Rechte an einem fertigen Video gehen mit vollständiger Zahlung auf den Creator über; bis dahin dient es nur zur Prüfung und Freigabe.
- Rohmaterial, Musik und Markenmaterial bleiben beim Creator; Presets, Vorlagen und Know-how bleiben beim Editor.
- Ob Projektdateien übergeben werden und in welchem Format, steht im Vertrag, statt stillschweigend vorausgesetzt zu werden.
KI-Werkzeuge, Kontozugang und Musik
Nach dem Muster sagt der Editor, welche KI-Werkzeuge er wofür einsetzt, etwa für Transkription, Untertitel, Rauschentfernung oder Hochskalierung. Unveröffentlichtes Material lädt er nicht in einen Dienst hoch, der es speichert, zum Training eines Modells verwendet oder anderen zugänglich macht, außer der Creator hat in Textform zugestimmt. Er teilt auch mit, welche Teile eines Videos mit KI erstellt oder verändert wurden, damit der Creator sie kennzeichnen kann, wo Recht oder Plattform es verlangen.
Der Creator muss nie ein Passwort oder einen Code der Zwei-Faktor-Anmeldung herausgeben. Dateien wandern über einen gemeinsamen Ordner oder Download-Links, oder der Editor erhält über die Rollenfunktion der Plattform eine eingeschränkte Rolle, die der Creator jederzeit entziehen kann. Musik, Soundeffekte, Stockmaterial und Schriften brauchen eine Lizenz; der Vertrag legt fest, wer sie besorgt, und ohne Freigabe des Creators kommt nichts davon ins Video.
Beispiel: ein Monat mit acht Kurzvideos
Ein Creator bucht einen Editor zunächst für einen Monat: 8 vertikale Kurzvideos zu je 120 Euro, im Beispiel mit Untertiteln und zwei Korrekturrunden je Video. Das Muster sieht vor Arbeitsbeginn eine Anzahlung von 30 % vor, die auf die letzte Rechnung angerechnet wird; bei einem einzigen Monat ist das die Monatsrechnung.
Im Laufe des Monats wünscht der Creator für zwei Videos eine dritte Runde, vereinbart sind 25 Euro je Runde. Diese Runden stehen auf der Rechnung als eigene Position, damit der Paketpreis lesbar bleibt. Alle Beträge sind netto.
| Position | Rechnung | Betrag |
|---|---|---|
| Monatspaket | 8 × 120 | 960 Euro |
| Anzahlung vor Arbeitsbeginn, 30 % | 960 × 0,30 | 288 Euro |
| Zusätzliche Korrekturrunden | 2 × 25 | 50 Euro |
| Zahlbetrag der Monatsrechnung: 960 + 50 − 288 = 722 Euro, mit der angerechneten Anzahlung als Hinweis. | ||
Vertrag und Rechnung mit QuoteBill
Lesen Sie den „Videoeditor-Vertrag (YouTube, TikTok, Kurzvideos)“ auf seiner öffentlichen Seite ganz; für einen Auftrag mit Dreh und Schnitt passt der „Videoproduktionsvertrag“. Melden Sie sich an, füllen Sie die Lücken aus und senden Sie den Vertrag über die E-Verträge. Das ist eine einfache elektronische Signatur mit Ereignisprotokoll, keine fortgeschrittene oder qualifizierte elektronische Signatur, und QuoteBill prüft nicht, wer unterschreibt; ob das genügt, hängt von Vertrag und Land ab. Die Mustertexte sind keine Rechtsberatung.
Für die Monatsrechnung listet die „Rechnungsvorlage für Videoeditoren“ die Videos mit ihrem Preis. QuoteBill kennt keine Positionen mit negativem Betrag und zieht eine Anzahlung nicht selbst ab: Schreiben Sie die angerechnete Anzahlung und den Zahlbetrag unter „Anmerkungen“, oder stellen Sie die Anzahlung als eigene Rechnung und den Rest mit der letzten.
Checkliste vor dem ersten Video
Eine kurze Liste für Creator und Editor:
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Häufige Fragen
Wem gehört das geschnittene Video?
Nach dem QuoteBill-Muster gehen die Rechte aus der Arbeit des Editors mit vollständiger Zahlung auf den Creator über. Lässt das anwendbare Recht keine Übertragung zu, erhält der Creator im gleichen Umfang ein ausschließliches, zeitlich unbeschränktes Nutzungsrecht.
Muss ich als Editor meine Projektdateien herausgeben?
Nur wenn der Vertrag es sagt. Viele Editoren liefern das fertige Video und bepreisen Projektdateien gesondert, weil darin Presets und Arbeitsweisen stecken, die ihnen gehören.
Darf ein Editor KI-Werkzeuge auf mein Material anwenden?
Mit dem Muster erst, nachdem er Werkzeuge und Zweck genannt hat, und nie, indem er unveröffentlichtes Material ohne Ihre Zustimmung in Textform in einen Dienst lädt, der es speichert oder damit trainiert.
Haftet der Editor, wenn ein Video eine Urheberrechtsmeldung bekommt?
Im Muster kümmert sich um die Lizenz, wer Musik oder Material besorgt hat, und bei einem beanstandeten Element hilft der Editor gegen einen Stundensatz beim Austausch.
Musterverträge, Formulare und Werkzeuge
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Kostenlose Vorlagen: Angebot, Rechnung, Quittung
Rechnungsvorlage für Videoeditoren
Rechnungsvorlage für Videoeditoren: Schnitt je fertiger Minute oder je Video, Thumbnails und Untertitel sowie zusätzliche Korrekturrunden. Word, Excel oder PDF.
Angebot für Videoproduktion
Angebot für Videoproduktion: Drehbuch, Dreh vor Ort und Endmontage des Videos. Umfang und Gültigkeit eintragen – nach Zusage wird daraus eine Rechnung.
Rechnung für Podcast-Schnitt
Rechnung für Podcast-Schnitt: Rauschentfernung der Tonspur, Schnitt der Episode und Erstellung der Shownotes. Steuer und Summe werden automatisch berechnet.