Angebot schreiben: Aufbau, Beispiel Webdesign und Checkliste

Angebot schreiben: Parteien, Nummer, Gültigkeit, Positionen, Summe mit 19 % USt, Ausschlüsse und Zahlungsbedingungen. Mit Beispiel und Checkliste.

Auf einen Blick

Lesezeit ca. 5 Min.

Kurz gesagt: Was in ein Angebot gehört

Ein brauchbares Angebot sagt dem Kunden, was Sie liefern, was es kostet und welche Bedingungen gelten, damit er es annehmen kann. Schreiben Sie es in dieser Reihenfolge, die auch die meisten Angebotsvorlagen einhalten. Klären Sie vorher das gewünschte Ergebnis, Mengen, Termine und die Person, die später die Rechnung bekommt, und fragen Sie nach, wo eine fehlende Angabe den Preis ändern würde. Eine klare Beschreibung der Arbeit nützt mehr als eine glatte Summe ohne Erklärung.

Als Beispiel dient ein kleines Studio, das das Design einer Website mit drei Seiten anbietet. Die Beträge sind Beispiele ohne Preisempfehlung, und der Steuersatz von 19 % steht stellvertretend für den Satz, der für Sie gilt. Ersetzen Sie Umfang und Bedingungen durch Ihre eigene Vereinbarung. Dieser Ratgeber hilft beim Erstellen von Dokumenten und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

  1. Ihre Firmenangaben sowie Name und Ansprechperson des Kunden.
  2. Eine Angebotsnummer, das Ausstellungsdatum und ein Gültigkeitsdatum des Angebots.
  3. Jede Leistung mit Menge, Einheit, Einzelpreis und Zeilenbetrag.
  4. Zwischensumme, ein etwaiger Rabatt, die Umsatzsteuer, wo sie anfällt, und der Gesamtbetrag mit Währung.
  5. Ausschlüsse und Annahmen, Termine, Zahlungsbedingungen und der Weg, das Angebot anzunehmen.

1. Dokument und Parteien benennen

Wählen Sie in QuoteBill eine Angebotsvorlage und melden Sie sich zum Bearbeiten an. Vergeben Sie einen wiedererkennbaren Dokumentnamen wie „Angebot Webdesign – Oktober“ und unter „Projektname“ etwa „Studio-Website mit drei Seiten“. Prüfen Sie „Dokumentennr.“, „Ausstellungsdatum“ und „Gültig bis“; das Gültigkeitsdatum sollte die Frist sein, in der Sie zu diesen Preisen stehen.

Tragen Sie unter „VON“ und „AN“ Ihr Unternehmen und den Kunden mit der richtigen Ansprechperson ein. Prüfen Sie „Land / Währung“ und die Sprache des Dokuments, bevor Sie Preise eingeben. Eine Vorlage liefert die Struktur; ihre Beispielzeilen und Voreinstellungen müssen für diesen Auftrag trotzdem geprüft werden, und Angaben eines früheren Kunden dürfen nicht stehen bleiben.

2. Positionen schreiben, die der Kunde nachrechnen kann

Nutzen Sie den Titel der Position für die Leistung und die „Beschreibung“ für Grenzen wie die Seitenzahl oder die Zahl der Korrekturrunden. Halten Sie Menge und Einzelpreis getrennt, damit der Kunde die Rechnung dahinter sieht. Für das Beispielangebot tragen Sie diese drei Zeilen ein:

Kick-off-Workshop
Menge 1, Preis 200 Euro, Zeilenbetrag 200 Euro. Ein Planungstermin per Videokonferenz.
Seitendesign
Menge 3, Preis 150 Euro, Zeilenbetrag 450 Euro. Startseite, Leistungsseite und Kontaktseite.
Übergabe
Menge 1, Preis 100 Euro, Zeilenbetrag 100 Euro. Finale Designdateien und ein Übergabetermin.

3. Summe, Steuer und Ausschlüsse prüfen

Die Zwischensumme des Beispiels beträgt 200 Euro + (3 × 150 Euro) + 100 Euro = 750 Euro netto. Mit 19 % Umsatzsteuer kommen 750 Euro × 0,19 = 142,50 Euro hinzu, und der Gesamtbetrag lautet 750 Euro + 142,50 Euro = 892,50 Euro. Einen Rabatt tragen Sie bewusst ein und lesen die Zeilenbeträge danach noch einmal. Den Steuersatz prüfen Sie für diesen Umsatz, statt eine Voreinstellung oder dieses Beispiel als Steuerauskunft zu nehmen; wer keine Umsatzsteuer ausweist, trägt 0 ein und schreibt den Grund in die Anmerkungen. Nach einem Wechsel von Land oder Währung lesen Sie den Gesamtbetrag erneut.

Schreiben Sie die Ausschlüsse in die Anmerkungen: Umsetzung der Website, Hosting, Bildlizenzen und Texte sind in diesem reinen Designangebot nicht enthalten. Sagen Sie, ob eine zusätzliche Seite oder eine weitere Korrekturrunde ein gesondertes Angebot braucht. Klare Ausschlüsse helfen beiden Seiten zu erkennen, wann ein Wunsch den Umfang verändert.

4. Termine und Zahlungsbedingungen erklären

Nutzen Sie „Anmerkungen“ und „Bedingungen“ für den vereinbarten Ablauf, die Zuarbeit des Kunden und die Abrechnung. Zum Beispiel: „Erster Designentwurf innerhalb von fünf Werktagen nach Eingang der endgültigen Texte und Bilder. Zwei Korrekturrunden enthalten.“ Versprechen Sie nur Termine, die Sie halten können, und benennen Sie, was vom Feedback des Kunden abhängt.

Sagen Sie, wann Sie die Rechnung stellen, etwa 50 % bei Auftragserteilung und 50 % bei Übergabe, und wie der Kunde das Angebot annimmt, zum Beispiel per E-Mail. Bewahren Sie die Annahme beim Projekt auf. Ob und wie lange Sie an das Angebot gebunden sind, hängt von seiner Formulierung ab; der Ratgeber „Kostenvoranschlag oder Angebot: verbindlich? § 649 BGB“ geht darauf ein. Das Eintragen der Bedingungen in QuoteBill holt keine Zustimmung des Kunden ein und sichert keine rechtliche Wirkung.

5. Speichern und vor dem Versand prüfen

Wählen Sie „In der Cloud speichern“, bestätigen Sie den Dokumentnamen und warten Sie die Meldung ab, dass das Speichern gelungen ist. Prüfen Sie die Vorschau und wählen Sie dann „Drucken / PDF“: Das PDF entsteht im Druckdialog des Browsers. Öffnen Sie die gespeicherte Datei, bevor Sie sie verschicken.

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Häufige Fragen

Angebot oder Kostenvoranschlag: Was schreibe ich?

Ein Angebot nennt einen festen Preis für einen festen Umfang; ein Kostenvoranschlag schätzt, was eine Arbeit voraussichtlich kostet, etwa bei Reparaturen, deren Umfang erst bei der Arbeit sichtbar wird. Der Ratgeber „Kostenvoranschlag oder Angebot: verbindlich? § 649 BGB“ vergleicht beide mit einem Beispiel.

Wie lange sollte ein Angebot gültig sein?

So lange, wie Sie Preise und Kapazität halten können; das hängt von Ihrem Geschäft ab. Nennen Sie ein konkretes Datum statt „vier Wochen“, damit beide Seiten denselben Tag meinen, und schreiben Sie dazu, was nach Ablauf gilt.

Muss im Angebot die Umsatzsteuer stehen?

Schreiben Sie in jedem Fall dazu, ob die Beträge netto oder brutto gemeint sind. Unternehmen rechnen meist mit Nettopreisen und dem Hinweis auf die Umsatzsteuer; Privatkunden lesen den Endbetrag mit Steuer. Welcher Steuersatz gilt, prüfen Sie für Ihren Fall.

Was mache ich, wenn der Kunde nach der Annahme mehr will?

Halten Sie die Änderung in einem Nachtrag oder einem neuen Angebot fest und lassen Sie sie bestätigen, bevor Sie sie ausführen oder berechnen. Das angenommene Angebot bleibt unverändert, und die Rechnung nennt beide Dokumente.

Musterverträge, Formulare und Werkzeuge

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